Parietale Osteopathie
Arbeit am Bewegungsapparat, an Gelenken, Muskeln und Faszien.
Die Osteopathie ist weit mehr als eine manuelle Behandlungsmethode. Sie ist ein ganzheitliches Verständnis des menschlichen Körpers, seiner Beweglichkeit, seiner Anpassungsfähigkeit und seiner funktionellen Zusammenhänge.
Andrew Taylor Still (1828–1917), Arzt im Mittleren Westen der USA, gründete 1892 die erste osteopathische Schule. Sein Ansatz: Der Körper ist eine funktionale Einheit, in der Struktur und Funktion einander bedingen. Bewegungseinschränkungen, ob im Bewegungsapparat, in den Organen oder im Schädel, sind als Hinweise auf die Selbstregulation zu lesen.
Einer seiner Schüler, Dr. William Garner Sutherland, erweiterte die Methode um die kraniosakrale Arbeit. In Europa erreichte die Osteopathie über Frankreich und Großbritannien in den 1970er-Jahren breitere Bekanntheit; in Deutschland wurde sie ab den 1990er-Jahren als eigenständige Disziplin etabliert.
Behandelt wird mit den Händen, präzise und dosiert, immer unter Berücksichtigung der Verkettungen, die ein lokales Problem im ganzen Körper haben kann.
Arbeit am Bewegungsapparat, an Gelenken, Muskeln und Faszien.
Die inneren Organe in ihrer Beweglichkeit und Aufhängung.
Die feinen Bewegungen von Schädel, Kreuzbein und zentralem Nervensystem.
Eine fundierte osteopathische Ausbildung verbindet alle drei Ebenen und übt das Zusammenspiel an konkreten Befundmustern aus der Praxis.